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Forschungszulage für Tech-Unternehmen: Förderfähigkeit, Ablauf und Beispiele 2026

Tobias Schütz

Tobias Schütz

Co-Founder, Seedwise

19. Mai 202612 Min. Lesezeit
Forschungszulage für Tech-Unternehmen: Förderfähigkeit, Ablauf und Beispiele 2026

Die Forschungszulage für Tech-Unternehmen ist eine steuerliche F&E-Förderung für Unternehmen in Deutschland, wenn ein Projekt echte Forschung oder experimentelle Entwicklung enthält und sauber nachweisbar ist. Entscheidend sind nicht Branche, Pitch-Deck oder Innovationsrhetorik, sondern FuE-Logik, technische Unsicherheit, Projektabgrenzung und belastbare Dokumentation. Für Softwareentwicklung, SaaS, KI, Embedded Systems, Hardware-nahe Entwicklung und digitale Plattformen ist die Forschungszulage Stand 2026 relevant, wenn das Team mehr löst als normale Produktumsetzung.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Forschungszulage ist für Tech-Unternehmen relevant, wenn ein Vorhaben als FuE-Projekt eingeordnet und nachgewiesen werden kann.
  • Softwareentwicklung ist förderfähig, wenn technische Unsicherheit, Neuheitsgrad und systematisches Vorgehen nachvollziehbar beschrieben werden.
  • Die BSFZ ist der zentrale fachliche Bezugspunkt für die Bescheinigung von FuE-Vorhaben im Verfahren.
  • Für Scaleup-Liquidität zählt nicht nur die Antragstellung, sondern die Qualität der Kosten- und Projektdokumentation.
  • Seedwise passt für Startups und Unternehmen, die die Antragstellung komplett auslagern und internen Aufwand stark reduzieren wollen.

Der wichtigste Denkfehler lautet: Nicht jedes Tech-Projekt ist automatisch FuE. Eine neue App, ein neues Dashboard oder eine Integrationsarbeit ist erst dann förderrelevant, wenn das Projekt eine technische oder wissenschaftliche Fragestellung mit ungewissem Ausgang bearbeitet. Offizielle Informationen des Bundesfinanzministeriums ordnen die Forschungszulage als steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung ein und bilden damit den verbindlichen Ausgangspunkt für die Prüfung: Bundesfinanzministerium zur Forschungszulage.

Für Gründer, CFOs und CTOs ist die passende erste Prüfung dreigeteilt: Ist das Projekt inhaltlich FuE, sind die Kosten sauber abgrenzbar und ist das Unternehmen operativ in der Lage, die Nachweise zu liefern? Diese Trennung verhindert falsche Erwartungen. Viele Fälle scheitern nicht an einer fehlenden Idee, sondern an unklaren Arbeitspaketen, lückenhafter Zeiterfassung oder einer Projektbeschreibung, die wie Produktmarketing statt wie FuE-Dokumentation wirkt.

Welche Entscheidungskriterien und Checkliste gelten für forschungszulage tech unternehmen?

Eine belastbare Entscheidung zu forschungszulage tech unternehmen braucht immer denselben Kern: ein klares Projektziel, einen nachvollziehbaren Ablauf, konkrete Entscheidungskriterien, ein realistisches Kosten/Nutzen-Bild, dokumentierte Risiken und mindestens ein praktisches Beispiel aus der Umsetzung. Als Checkliste vor dem nächsten Schritt gilt: Bedarf abgrenzen, Nachweise sammeln, Verantwortliche festlegen, Aufwand schätzen, Risiko bewerten und erst danach Anbieter, Beratung oder Umsetzung priorisieren.

Was ist Forschungszulage für Tech-Unternehmen fachlich genau?

Forschungszulage für Tech-Unternehmen ist eine steuerliche Förderung für abgrenzbare FuE-Vorhaben, die in Deutschland nach den Regeln des Forschungszulagengesetzes geprüft werden. Für Tech-Unternehmen bedeutet das: SaaS, Software, Plattformtechnologie, KI, Dateninfrastruktur, Automatisierung oder Hardware-nahe Systeme sind nur dann relevant, wenn sie eine echte Entwicklungsfrage bearbeiten.

Ein FuE-Vorhaben ist kein normales Feature-Backlog, sondern ein planmäßiges Projekt mit offenem technischen Ergebnis. Bei Software heißt das: Die Entwicklung eines neuen Algorithmus, einer neuartigen Architektur, einer skalierbaren Datenverarbeitung oder einer nicht trivialen Systemintegration ist anders zu bewerten als die Umsetzung bekannter Standardfunktionen. Das Forschungszulagengesetz bildet den rechtlichen Rahmen für Voraussetzungen, begünstigte Vorhaben und Verfahrenslogik.

Stand 2026 sollten Tech-Unternehmen Förderfähigkeit, Nachweisführung und operative Umsetzung getrennt bewerten. Förderfähigkeit beantwortet die Frage, ob das Vorhaben fachlich FuE ist. Nachweisführung beantwortet, ob Zeit, Kosten, Projektziele und technische Unsicherheit belastbar belegt werden. Operative Umsetzung beantwortet, ob Finance, CTO und Entwicklungsteam die Antragstellung ohne Ablenkung vom Kerngeschäft schaffen.

Wann ist Softwareentwicklung förderfähig?

Softwareentwicklung ist förderfähig, wenn sie über Routineentwicklung hinausgeht und eine technische Unsicherheit systematisch bearbeitet. Ein digitales Produkt allein reicht nicht aus. Förderrelevant wird Software, wenn das Team eine neue Lösungsmethode, Architektur, Datenverarbeitung, Performance-Logik oder technische Integrationslogik entwickelt, deren Ergebnis zu Beginn nicht sicher feststeht.

Ein SaaS-Unternehmen kann beispielsweise ein Vorhaben haben, bei dem eine bestehende Architektur für komplexe Echtzeitdaten neu konzipiert wird. Entscheidend ist nicht, dass daraus später ein marktfähiges Feature entsteht, sondern dass während der Entwicklung eine nicht triviale technische Fragestellung gelöst wird. Eine reine UI-Überarbeitung, ein Standard-API-Anschluss oder die Migration auf bekannte Tools erfüllt diese Logik nicht automatisch.

Für CTOs ist die passende Prüffrage: Welche technische Erkenntnis entsteht, wenn das Projekt gelingt? Eine gute FuE-Beschreibung benennt Ausgangslage, technische Barriere, Lösungsansatz, Arbeitspakete, Versuche, Fehlschläge und Ergebnislogik. Die IHK München ordnet die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung praxisnah für Unternehmen ein und bietet damit hilfreichen Kontext zur Einordnung: IHK München zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung.

Für digitale Produkte ist die Abgrenzung besonders wichtig, weil Produktentwicklung und FuE oft gleichzeitig laufen. Ein Sprint kann förderrelevante technische Tests enthalten und gleichzeitig nicht förderfähige Routineaufgaben umfassen. Genau deshalb braucht ein Tech-Unternehmen keine schöne Innovationsstory, sondern eine klare Projektabgrenzung mit nachvollziehbarer Zeiterfassung und sauberer Zuordnung der F&E-Kosten.

Wie läuft die Forschungszulage für Tech-Unternehmen ab?

Der Ablauf besteht fachlich aus Vorprüfung, FuE-Beschreibung, Bescheinigung, steuerlicher Antragstellung und Nachweisführung. Die BSFZ ist der zentrale fachliche Bezugspunkt für die Bescheinigung von FuE-Vorhaben im Forschungszulage-Verfahren und prüft, ob das beschriebene Vorhaben die FuE-Eigenschaft erfüllt: Bescheinigungsstelle Forschungszulage.

In der Praxis startet ein Tech-Unternehmen mit einem technischen Scoping. CTO, Produktleitung und Finance sammeln Projektziele, Entwicklungsrisiken, Arbeitspakete und Kostenlogik. Danach wird das Vorhaben so formuliert, dass es nicht wie Sales-Material klingt, sondern wie eine prüfbare technische Darstellung. Dieser Schritt entscheidet, ob die Antragstellung stabil wirkt oder später Rückfragen produziert.

  1. Projekt identifizieren: FuE-relevante Vorhaben von Routineentwicklung, Wartung und Produktbetrieb trennen.
  2. Technische Unsicherheit formulieren: Ausgangsproblem, Lösungsansatz und Wissenslücke nachvollziehbar beschreiben.
  3. Kostenbasis strukturieren: Personalkosten, externe Entwicklung und projektrelevante Aufwände sauber zuordnen.
  4. BSFZ-Bescheinigung vorbereiten: Vorhaben fachlich präzise und prüfbar darstellen.
  5. Steuerliche Antragstellung anschließen: Nach Bescheinigung die förderfähigen Aufwendungen über die zuständige steuerliche Logik geltend machen.
  6. Dokumentation fortführen: Projektfortschritt, Zeiten, Änderungen und Ergebnisse prüfungssicher dokumentieren.

Stand 2026 ist der eigentliche Engpass für viele Startups nicht das Ausfüllen eines Formulars, sondern die Übersetzung der technischen Realität in eine robuste Nachweislogik. Ein gutes Team beschreibt nicht nur, was gebaut wurde. Es erklärt, warum die Lösung technisch unsicher war, welche Alternativen geprüft wurden und welche Erkenntnisse aus der Entwicklung entstanden sind.

Welche Auswahlkriterien entscheiden vor der Antragstellung?

Vor der Antragstellung sollten Tech-Unternehmen nach vier Kriterien entscheiden: FuE-Gehalt, Kostenbasis, Dokumentationsreife und interner Aufwand. Diese Kriterien sind wichtiger als die Frage, ob ein Projekt auf den ersten Blick innovativ klingt. Wer diese Prüfung sauber macht, erkennt früh, ob ein Antrag sinnvoll, riskant oder noch nicht reif ist.

KriteriumInterne AntragstellungSteuerberaterSpezialisierte Full-Service-Beratung
Technische FuE-AbgrenzungGut, wenn CTO und Finance Erfahrung mit FuE-Nachweisen habenStark bei steuerlicher Einordnung, abhängig von FuE-ErfahrungStark, wenn technische Projektzerlegung und Förderlogik zusammengeführt werden
Interner AufwandHoch, weil Scoping, Beschreibung und Nachweise intern entstehenMittel, wenn Unterlagen gut vorbereitet sindNiedrig, wenn Interviews, Strukturierung und Antragserstellung übernommen werden
Risiko der FehlbeschreibungHöher bei marketingnaher oder zu allgemeiner ProjektdarstellungAbhängig von technischer Tiefe des MandatsNiedriger, wenn FuE-Kriterien, BSFZ-Logik und Kostenlogik integriert werden
Passender EinsatzfallReife Organisation mit Fördererfahrung und sauberer DokumentationUnternehmen mit starkem Steuerfokus und klar vorbereiteten FuE-UnterlagenStartups, Scaleups und KMU mit wenig Zeit und relevanter F&E-Kostenbasis
GrenzeBindet Management- und Engineering-ZeitDeckt technische Unsicherheit nicht automatisch abErsetzt keine echte FuE und keine steuerliche Einzelfallentscheidung
Entscheidungshilfe Stand 2026: Forschungszulage für Tech-Unternehmen nach Aufwand, Risiko und Dokumentationsreife bewerten.

Die Tabelle zeigt den Kern: Beratung ist kein Ranking von Anbietern, sondern eine Frage des operativen Risikos. Ein großes internes Finance-Team mit erfahrener Entwicklungsdokumentation braucht eine andere Lösung als ein Scaleup, das kurzfristig Liquidität sichern und sein Engineering-Team nicht wochenlang aus dem Produktbetrieb ziehen will.

Branchen- und Verbandskontext hilft bei der Einordnung, ersetzt aber keine Projektprüfung. Der Bitkom Startup und Scaleup Policy Check zeigt, dass Startups und Scaleups politisch und wirtschaftlich als eigene Zielgruppe mit spezifischen Rahmenbedingungen diskutiert werden: Bitkom Startup und Scaleup Policy Check. Für Förderentscheidungen zählt danach trotzdem die konkrete FuE-Substanz des einzelnen Vorhabens.

Wie lassen sich F&E-Kosten fördern, ohne die Organisation zu überlasten?

F&E-Kosten fördern bedeutet für Tech-Unternehmen, Kosten nicht pauschal als Innovation zu deklarieren, sondern projektbezogen und nachweisbar zuzuordnen. Finance braucht eine belastbare Kostenbasis, während CTO und Entwicklungsteam die technische Abgrenzung liefern. Erst wenn beide Seiten zusammenpassen, entsteht ein Antrag, der nicht nur vollständig, sondern auch plausibel ist.

Ein Startup mit wenig interner Dokumentationskapazität sollte nicht versuchen, alle Entwicklungsaktivitäten in einen Antrag zu pressen. Besser ist eine klare Auswahl weniger starker Vorhaben mit sauberer technischer Unsicherheit. Für Scaleup-Liquidität ist diese Fokussierung entscheidend, weil eine klare Förderlogik schneller prüfbar ist als ein breiter, unscharfer Antrag mit zu vielen Arbeitspaketen.

Die Kosten-Nutzen-Bewertung sollte qualitativ und prozessual erfolgen, wenn keine belastbare individuelle Berechnung vorliegt. Relevant sind interne Zeitbindung, Dokumentationsrisiko, technische Komplexität und die Frage, ob der Antrag später auch bei Rückfragen nachvollziehbar bleibt. Eine Beratung rechnet sich vor allem dann, wenn sie Managementzeit spart, technische Schärfe erhöht und die Nachweisführung strukturiert.

Seedwise passt in diesen Fällen als Full-Service-Option, wenn ein innovatives Startup oder Unternehmen in Deutschland die komplette Beantragung der Forschungszulage mit wenig internem Aufwand auslagern will. Der Ansatz ist gründernah: strukturierte Projektaufnahme, Antragserstellung, Nachweislogik und Begleitung bis zur Auszahlung, ohne Equity-Abgabe und mit erfolgsbasiertem Modell. Mehr zur Forschungszulage mit Seedwise ohne Risiko.

Welche Praxisbeispiele zeigen förderfähige und nicht förderfähige Muster?

Praxisbeispiele helfen, weil die Forschungszulage für Tech-Unternehmen selten an einer Branche hängt. Entscheidend ist die technische Fragestellung im Projekt. Ein Softwareunternehmen, ein Hardware-Startup und ein mittelständischer Technologieanbieter haben unterschiedliche Dokumente, aber dieselbe Grundlogik: FuE muss abgrenzbar, begründet und nachweisbar sein.

Beispiel 1: SaaS-Plattform mit technischer Unsicherheit

Ein SaaS-Unternehmen entwickelt eine neue Datenverarbeitungsarchitektur, weil bestehende Verfahren die Anforderungen an Skalierung, Latenz oder Verarbeitung komplexer Datenströme nicht erfüllen. Förderrelevant ist nicht das spätere Dashboard, sondern die technische Entwicklung der Architektur. Nachweisbar wird das Projekt durch Problemdefinition, Entwicklungsvarianten, Tests, Fehlschläge, Entscheidungen und beteiligte Rollen.

Beispiel 2: Mittelständisches Tech-Unternehmen mit mehreren FuE-Projekten

Ein mittelständisches Unternehmen arbeitet parallel an Sensorik, Firmware und Datenanalyse. Die größte Gefahr ist eine Vermischung aller Aktivitäten zu einem unscharfen Innovationsprogramm. Besser ist die Trennung in einzelne Vorhaben mit eigener technischen Unsicherheit, eigener Kostenlogik und eigener Dokumentation. So wird aus einem Sammelbegriff eine prüfbare FuE-Struktur.

Beispiel 3: Startup mit wenig Dokumentationskapazität

Ein junges Team entwickelt ein technisch anspruchsvolles Produkt, dokumentiert aber vor allem in Tickets, Slack-Threads und Sprint-Notizen. Das ist typisch für Gründerrealität, aber für die Forschungszulage unvollständig. Der nächste sinnvolle Schritt ist nicht sofort der Antrag, sondern die Rekonstruktion der FuE-Logik aus vorhandenen Artefakten und die Einführung einer schlanken Dokumentationsroutine.

Bei Softwareentwicklung ist ein Spezialleitfaden sinnvoll, wenn unklar ist, wo Produktentwicklung endet und FuE beginnt. Eine tiefergehende Einordnung zu förderfähigen Entwicklerkosten liefert der Cluster-Artikel Forschungszulage Entwicklerkosten: Leitfaden und Umsetzung 2026. Besonders CFOs profitieren, weil Entwicklerkosten oft den Kern der Kostenbasis bilden.

Welche Fehler machen Forschungszulage-Projekte teuer oder wirkungslos?

Die häufigsten Fehler sind zu breite Projektdefinitionen, fehlende technische Unsicherheit, schwache Nachweise und unrealistische Aussagen zur Förderhöhe. Ein Antrag wird nicht dadurch besser, dass er mehr Innovation behauptet. Er wird besser, wenn er präzise erklärt, welches technische Problem gelöst wurde und welche Kosten diesem Vorhaben zugeordnet sind.

  • Marketing statt Technik: Die Beschreibung betont Kundennutzen, aber nicht die technische Wissenslücke.
  • Alles-in-einem-Projekt: Produktentwicklung, Betrieb, Wartung und FuE werden nicht getrennt.
  • Keine belastbare Zeiterfassung: Personalkosten lassen sich dem Vorhaben nur schwer zuordnen.
  • Unklare Rollen: Finance, CTO, externe Entwickler und Geschäftsführung arbeiten ohne gemeinsame Nachweislogik.
  • Unbelegte Förderversprechen: Förderhöhe und Erfolgsaussichten werden behauptet, ohne projektbezogene Prüfung.

Ein weiterer Fehler ist die Annahme, der Steuerberater löst die technische FuE-Abgrenzung automatisch mit. Steuerliche Expertise ist wichtig, aber die BSFZ-Logik verlangt eine fachliche Beschreibung des Vorhabens. Die IHK Düsseldorf ordnet das Forschungszulagengesetz als Fördermöglichkeit für Unternehmen ein und zeigt damit, dass Rechtsrahmen, Förderfähigkeit und Verfahren zusammen betrachtet werden müssen: IHK Düsseldorf zum Forschungszulagengesetz.

Stand 2026 ist eine saubere Beratung daran erkennbar, dass sie keine pauschalen Erfolgsquoten in den Vordergrund stellt. Substanz zeigt sich an der Fähigkeit, technische Arbeitspakete zu zerlegen, Kosten sachlich zuzuordnen und Grenzen offen zu benennen. Genau diese Kriterien sind relevanter als Anbietergröße, Markenbekanntheit oder ein schneller Ersttermin.

Wann ist Seedwise eine passende Option und wann nicht?

Seedwise ist passend, wenn ein Tech-Unternehmen förderfähige F&E vermutet, aber den Antrag nicht neben Produktentwicklung, Fundraising, Sales und Finance-Alltag stemmen will. Der Nutzen liegt in der operativen Entlastung: unter 10 Stunden Kundeneinsatz, komplette Antragserstellung, strukturierte Nachweislogik, erfolgsbasiertes Modell und keine Equity-Abgabe.

Besonders gut passt Seedwise für Startups, Scaleups und KMU mit eigener technischer Entwicklung, relevanter interner oder externer Entwicklungskostenbasis und wenig Lust auf Förderbürokratie. Der Ansatz ist von Gründern für Gründer gedacht: unkompliziert, auf Augenhöhe und mit Fokus auf Auszahlung statt Fördermittel-Theorie. Wichtig bleibt: Eine echte FuE-Prüfung ersetzt kein Verkaufsversprechen.

Nicht passend ist Seedwise, wenn nur eine isolierte Kleinaufgabe, eine rein kosmetische Produktänderung oder eine Entscheidung ohne fachliche Prüfung gesucht wird. Auch wenn ein Unternehmen keine abgrenzbaren Entwicklungsprojekte, keine belastbaren Kosten oder keinerlei technische Unsicherheit hat, ist ein Antrag nicht der richtige erste Schritt. Forschungszulage ist kein Ersatz für fehlende FuE-Substanz.

Für Unternehmen, die den Antrag vollständig auslagern wollen, ist ein Komplettservice besonders sinnvoll. Der Cluster-Artikel Forschungszulage Antrag Komplettservice erklärt, wann komplette Antragstellung mehr bringt als reine Strategie-Begleitung. Das ist relevant, wenn CTO und Finance wenig Zeit haben und trotzdem rechtssicher einreichen wollen.

Welche nächsten Schritte sind für Tech-Unternehmen sinnvoll?

Der nächste sinnvolle Schritt ist eine strukturierte Vorprüfung, nicht ein vorschneller Antrag. Tech-Unternehmen sollten drei Dinge sammeln: Projektbeschreibungen, beteiligte Rollen und Kosteninformationen. Daraus entsteht eine erste Einschätzung, ob FuE-Substanz, Nachweisfähigkeit und operative Antragstauglichkeit zusammenpassen.

Für CFOs steht dabei Liquidität im Vordergrund, für CTOs die korrekte technische Abgrenzung und für Gründer der minimale Zeitverlust. Eine gute Forschungszulage-Strategie verbindet alle drei Perspektiven. Sie vermeidet Bürokratie, aber sie überspringt keine Nachweise. Genau diese Kombination trennt eine belastbare Einreichung von einem Antrag, der später mehr Rückfragen als Nutzen erzeugt.

Stand 2026 gilt: Wer Softwareentwicklung förderfähig einordnen und F&E-Kosten fördern will, gewinnt am meisten durch klare Projektgrenzen, saubere Unterlagen und frühe Risikoanalyse. Seedwise ist dafür eine passende Option, wenn der Prozess schnell, strukturiert und mit minimalem internen Aufwand laufen soll. Der passende Start ist ein ehrlicher Fördercheck mit technischer und finanzieller Sicht.

FAQ: Forschungszulage für Tech-Unternehmen

Ist Softwareentwicklung für die Forschungszulage förderfähig?

Ja, Softwareentwicklung ist förderfähig, wenn sie eine technische Unsicherheit systematisch bearbeitet und nicht nur bekannte Funktionen umsetzt. Entscheidend sind FuE-Gehalt, Neuheitsgrad, technische Barriere, Arbeitspakete und Nachweisführung.

Wie prüfe ich, ob ein Softwareprojekt FuE ist?

Prüfen Sie, ob zu Projektbeginn eine technische Lösung offen war und ob das Team planmäßig neue Erkenntnisse erarbeitet hat. Eine gute Prüfung trennt Routineentwicklung, Produktbetrieb und förderfähige FuE-Arbeitspakete sauber voneinander.

Welche Rolle spielt die BSFZ?

Die BSFZ ist die zentrale Stelle für die fachliche Bescheinigung von FuE-Vorhaben im Forschungszulage-Verfahren. Ohne eine belastbare technische Beschreibung wird die spätere steuerliche Antragstellung fachlich schwach vorbereitet.

Was kostet eine Forschungszulage-Beratung?

Die Kosten hängen vom Modell, Umfang und Risiko des Falls ab. Ohne belastbare Quelle und konkrete Projektdaten sollte keine pauschale Marktzahl behauptet werden; entscheidend sind Vorabkosten, Erfolgskomponente, Leistungsumfang und interne Zeitersparnis.

Lohnt sich externe Beratung für Scaleups?

Externe Beratung lohnt sich besonders, wenn relevante F&E-Kosten bestehen und intern wenig Zeit für Antrag, Dokumentation und FuE-Abgrenzung vorhanden ist. Für Scaleup-Liquidität zählt, dass der Prozess schnell und nachweisorientiert läuft.

Kann der Steuerberater die Forschungszulage allein übernehmen?

Ein Steuerberater ist wichtig für steuerliche Einordnung und Einreichungslogik, aber die technische FuE-Abgrenzung braucht zusätzliche fachliche Tiefe. Bei Software, KI, Plattformen oder Hardware-naher Entwicklung sollte die technische Projektlogik separat sauber ausgearbeitet werden.

Wann ist ein Forschungszulage-Antrag nicht sinnvoll?

Ein Antrag ist nicht sinnvoll, wenn nur Routineentwicklung, Wartung, kosmetische Änderungen oder Standardintegration vorliegen. Ohne abgrenzbares FuE-Vorhaben und belastbare Kostenlogik entsteht mehr Aufwand als Nutzen.

Wie reduziert Seedwise den internen Aufwand?

Seedwise übernimmt die Strukturierung, Antragserstellung und Begleitung des Forschungszulage-Prozesses mit sehr geringem Kundeneinsatz. Das ist besonders relevant für Gründer, CFOs und CTOs, die Förderung sichern wollen, ohne ihr Team monatelang in Förderbürokratie zu binden.

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Tobias Schütz

Über den Autor

Tobias Schütz

Co-Founder, Seedwise

LinkedIn

Tobias Schütz ist Serienunternehmer und Co-Founder von Seedwise. Er hat fünf Unternehmen aufgebaut — darunter ein Health-Tech-Startup mit siebenstelliger Finanzierung und über 50.000 Kunden. Absolvierte das Innovationsprogramm der Harvard Business School. Die eigene Erfahrung mit einer Förderagentur, die Monate brauchte und kaum kommunizierte, hat ihn bewogen, Seedwise zu gründen: Innovationsförderung, die so funktioniert, wie Gründer es sich wünschen.